Der Hospizdienst DaSein wird in München eine neue Kultur der Sterbebegleitung realisieren. Unser HospizHaus des Lebens wird für seine Bewohnerinnen und Bewohner ein letztes echtes Zuhause sein – ohne Krankenhausatmosphäre. Es wird ein offener Ort der Begegnung mitten in der Stadt. Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger zu uns ein. Dafür sind auch ein öffentliches Café und Veranstaltungsräume angedacht. Derzeit stehen für die rund 1,5 Millionen Menschen in München gerade mal 28 Betten in stationären Hospizen im Stadtgebiet zur Verfügung. Das wollen wir so bald wie möglich ändern.
München wächst – und mit der Stadt wächst auch der Bedarf an professioneller Begleitung am Lebensende. Für rund 1,6 Millionen Menschen stehen derzeit lediglich 28 stationäre Hospizplätze im Stadtgebiet zur Verfügung. Diese Unterversorgung führt dazu, dass schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen in akuten Situationen oft nicht die Unterstützung erhalten, die sie dringend benötigen.
Der Tod nimmt keine Rücksicht auf Wartelisten. Wenn die Versorgung zu Hause nicht mehr möglich ist, braucht es verlässliche, wohnortnahe Alternativen.
„Der Tod nimmt keine Rücksicht auf Wartelisten für Hospizbetten. Schwerstkranke Menschen benötigen sofort Hilfe und professionelle Begleitung.“
E. Katharina Rizzi, Geschäftsführerin von DaSein e.V.
Das HospizHaus des Lebens wird ein stationäres Hospiz für Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Es versteht sich als letztes Zuhause – nicht als medizinische Einrichtung im klassischen Sinn, sondern als geschützter Lebensraum.
Geplant ist ein offenes Haus, das bewusst Teil der Stadtgesellschaft ist. Öffentliche Bereiche wie ein Café oder Veranstaltungsräume sollen Begegnung ermöglichen und Berührungsängste abbauen. Das Haus richtet sich nicht nur an seine Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch an Angehörige, Freundeskreise und die Nachbarschaft.
Mit dem HospizHaus des Lebens soll ein Zentrum für integierte Hospiz- und Palliativarbeit entstehen. Wir wünschen uns, die verschiedenen Angebot aus dem Versorgungsbereich für schwer erkrankte Menschen, inklusive eines stationären Hospizes an einem zentralen und sichtbaren Standort in München zu vereinen.
Bereits ab der Mitteilung einer lebensbegrenzenden Diagnose sollen Orientierung und Hilfe für die entstehenden Fragestellungen möglich sein. Gleichzeitig möchten wir einen einladenen Ort schaffen, um Berührungsängsten mit Sterben, Tod und Trauer etwas entgegenzusetzen und bestehende Tabus ein Stück weit abzubauen.
Wir arbeiten dafür, dass schwer erkrankte Menschen ihre letzte Lebenszeit möglichst selbstbestimmt bei bestmöglicher Lebensqualität verbringen können. Die erforderliche Unterstützung sollte unkompliziert, übersichtlich und niederschwellig zugänglich sein, dabei zugeschnitten auf die individuellen Bedürfnisse.
Wenn trotz ausgezeichneter ambulanter Angebote die Versorgung zuhause nicht möglich ist, darf es keine Engpässe hinsichtlich adäquater stationärer Alternativen geben. Geborgenheit, zugewandte Unterstützung und bestmögliche palliativmedizinische Versorgung möchten wir den Münchnerinnen und Münchnern in jedem Falle und im besten auch mitten in der Gesellschaft uneingeschränkt für alle Bedürfnislagen anbieten und zugänglich machen. Hierfür setzen wir uns mit aller Überzeugung für die gute Sache ein.
Es gibt viele Möglichkeiten, sich für das HospizHaus des Lebens zu engagieren, und ganz gleich, wie Ihr Beitrag aussehen mag, laden wir Sie herzlich ein, mit uns ins Gespräch zu kommen.