„Hospiz für Vielfalt – weil der Tod nicht nach Herkunft fragt.“
(Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e. V.)
Gleichwohl beeinflusst unsere Herkunft die Art, in der wir dem Tod begegnen. Am Tag der Geburt werden wir in eine Familie und Sprache eingebettet, und unser Werdegang wird durch ethnische und religiöse Zugehörigkeit geprägt. Wir eignen uns Werte an und orientieren uns in Bezug auf Normen unserer Gemeinschaft. Es sind unsere jeweilige Kultur sowie unser erarbeitetes Weltverständnis, die uns durchs Leben tragen und uns an dessen Ende Trost und Vertrauen spenden.
Der Hospizdienst DaSein folgt dieser Einsicht der Vielfalt und bemüht sich – seit 2010 mit der Fachstelle für kultursensible Begleitung am Lebensende – ihr mit Offenheit und Respekt gerecht zu werden.
Kontakt:
Denis Bićanić
Leitung Fachstelle Kultursensible Begleitung am Lebensende
Kultursensible Begleitung in der Hospiz- und Palliativarbeit
Sterben in der neuen Heimat
Menschen aus insgesamt 180 verschiedenen Nationen leben heute in München – das sind fast 44% der Münchner Bürgerinnen und Bürger. So wie die Lebensgeschichte des Einzelnen vielfältig und bunt ist, so unterschiedlich sind auch die Beweggründe für die Zuwanderung des Einzelnen.
Leben in der neuen Heimat bedeutet dabei für viele auch Sterben in der neuen Heimat. Doch was ist, wenn durch das ursprünglich Vertraute, über Krankheit, Sterben und Tod vermeintlich anders gedacht und gesprochen wird? Wenn Schmerz, Trauer und Verzweiflung seinen Ausdruck anders findet?
Hospizbegleitung für und mit Menschen mit Migrationsgeschichte
Entsprechend ihrer Werte sowie kultureller und religiöser Bedürfnisse möchten wir Menschen mit Migrationshintergrund – durch kultursensible Begleitung am Lebensende – Raum und Halt geben, ihre aktuelle Lebensphase zu gestalten. Dabei ist es uns ein Anliegen, bedarfsgerechte Pflege und notwendige psychosoziale Begleitung, durch kulturspezifische Betreuungskonzepte zu gewährleisten. Unsere Hospizbegleiterinnen und -begleiter, die in transkultureller Kompetenz geschult sind und zum Teil selbst Migrationshintergrund haben, unterstützen uns dabei.
Durch die kultursensible Begleitung möchten wir erreichen, dass um Betroffene und ihre Angehörigen herum ein vertrautes Umfeld geschaffen wird. Zusätzlich wirken wir aktiv in themenbezogenen Arbeitskreisen mit, tauschen uns regelmäßig mit Migrantenorganisationen aus, und schulen und beraten interne sowie externe Versorger zum Thema kultursensible Begleitung.
Was bedeutet kultursensible Begleitung in der Praxis?
Die ehemalige Fachstellenleitung Nese Ebel zu Gast bei der Jahrestagung 2023 zur Hospiz- und Palliativversorgung in Bayern in Nürnberg.
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Mehr InformationenKultursensible Begleitung
In unserem Flyer finden Sie weitere Informationen rund um das Thema Kultursensible Begleitung.
Werden Sie Hospizbegleiter*in
Übrigens: Wir suchen SIE! Möchten Sie sich auch ehrenamtlich in die kultursensible Hospiz- und Palliativarbeit einbringen, und gezielt die kulturspezifischen Bedürfnisse von Betroffenen aufgrund Ihrer persönlichen Erfahrung oder Ihres Migrationshintergrundes unterstützen?
Dann rufen uns gerne an oder schreiben eine Email. Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen!
Bayrischer Rundfunk: Sterben in Würde ohne kulturelle Barrieren
Wir durften Mokthar Zaaba zuhause interviewen. Regelmäßig besuchen Ihn ehrenamtliche Mitarbeiter*innen des Hospizdiensts. Wie sie Ihn begleiten sehen Sie hier im Beitrag des Bayrischen Rundfunks über die kultursensible Begleitung vom Hospizdienst DaSein e.V.